Wir hatten eine wundervolle Zeit in Namibia
Wir hatten eine wundervolle Zeit in Namibia! Es ist ein unfassbar beeindruckendes, weites Land und wir haben jede Menge großartige Eindrücke gewonnen und mit nach Hause genommen.
Im Vorhinein stellten wir uns die Frage, ob eine Selbstfahrerreise oder eine geführte Kleingruppenreise für uns die bessere Wahl ist. Obwohl wir noch nie zuvor eine geführte Gruppenreise gemacht hatten, entschieden wir uns letztlich für die 14-tägige Wanderreise „Namibia zu Fuß entdecken“ von Elefant Tours, die vor Ort von Namibia Experience durchgeführt wird. Während es bei vielen solcher Gruppenrundreisen üblich ist, oft nur eine Nacht pro Unterkunft zu verbringen und fast täglich sehr viel Zeit im Auto/ Bus zu verbringen, erhofften wir uns bei dieser Reise mit Schwerpunkt auf Wandern und oftmals zwei Übernachtungen pro Unterkunft etwas mehr Entschleunigung, was sich für uns als sehr gute Wahl herausstellte. Auch hier waren die Tage sehr durchgeplant, wir verbrachten viele Stunden im Auto und Ausschlafen gehört nun mal nicht zu solch einer Erlebnisreise, wenn man in relativ kurzer Zeit so viel dieses tollen Landes sehen möchte. Aber es gab auch immer mal Zeit zum Erholen und Verarbeiten der Erlebnisse und durch die vielen Wanderungen und Spaziergänge hatten wir das Gefühl, das Land nicht nur aus dem Autofenster heraus kennenzulernen.
Tatsächlich bestand unsere Reisegruppe nur aus vier Personen und unserem großartigen Guide Simon, mit dem wir einfach riesiges Glück hatten. Simon erklärte und zeigte uns sämtliche Aspekte und Zusammenhänge, kannte sich mit der Tier- und Pflanzenwelt aber auch den kulturellen Hintergründen seines Heimatlandes bestens aus. Er wollte all unsere Fragen hören und beantworten und war einfach jederzeit aufmerksam, zuverlässig und für uns da. Wir hatten das Gefühl, dass er dabei sehr auf uns als Gruppe einging und die Reise für uns zu einem tollen Erlebnis machen wollte. Simon entdeckte sogar mit bloßem Auge Giraffen, die wir mit dem Fernglas noch suchen mussten. Durch seine gute Ortskenntnis und die Tatsache, dass er mit sämtlichen Menschen vor Ort kommunizieren konnte, haben wir uns immer sicher gefühlt und konnten uns fallen und treiben lassen. Spannend war auch, dass Simon viel über die verschiedenen Stämme wusste und auch persönliche Geschichten mit uns teilte.
Das Fahrzeug, mit dem wir unterwegs waren, war einfach perfekt. Wir konnten durch die großen Fenster auch während der Fahrt die Landschaft bewundern oder nach Tieren Ausschau halten und hatten im Etosha-Nationalpark sogar die Möglichkeit das Dach zu öffnen. Auch wenn der Fokus der Reise auf dem Wandern und nicht in erster Linie auf der Tierbeobachtung liegt, haben wir eine große Vielzahl an Tieren sehen können, im Etosha Park, auf Wanderungen zu Fuß und bei Game Drives, die wir sehr empfehlen können. Und manchmal sogar von der Terrasse der Unterkunft aus.
Auch die Unterkünfte waren sehr gut gewählt, jede hatte ihre eigenen Vorzüge. Ein besonderes Highlight war für uns die Übernachtung im Zelt, die tatsächlich in der Wildnis weit außerhalb des Uis Elephant Guesthouses stattfand (inkl einer wunderbaren Mahlzeit am Lagerfeuer). Zudem würden wir jedem empfehlen mit 2 Übernachtungen im Vorfeld der Reise zu starten, um sich vom Flug zu erholen und in Namibia langsam anzukommen. Die Auas Safari Lodge mit einer sehr herzlichen Atmosphäre und einem gut besuchten Wasserloch war hierfür für uns perfekt. Das Essen war in allen Unterkünften wirklich lecker und auch wenn der Schwerpunkt der Küche eindeutig auf (Wild)Fleisch liegt, konnte man auch als Vegetarier meist sehr lecker essen.
Da wir im August in Namibia waren, war es nachts und morgens sehr kalt (Wärmflasche und zusätzlichen Schlafsack hatten wir nicht umsonst im Gepäck) und dennoch tagsüber sehr warm und sonnig (unsere Hüte waren Gold wert).
Wir sind sehr froh, diese Reise durch dieses trockene, vielfältige und spektakuläre gemacht zu haben, nehmen viele tolle Erfahrungen, aber auch Eindrücke zu Lebensverhältnissen, die nachdenklich machen und noch nachwirken, mit.